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Auf dieser Seite können Sie sich einen Überblick über die wichtigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege informieren.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.11.2007

Selbstreinigungsmechanismen des Atemsystems

Wir leben in einer Welt voller Teilchen: Staub, Bakterien, Viren, Pollen, Pilze - die Liste ließe sich zwanglos fortsetzen. Bei jedem Atemzug saugen wir uns Millionen solcher Teilchen in die Atemwege und Lungenbläschen hinein. Nur ein Teil davon atmen wir etwa eine Sekunde später wieder aus. Wenn unsere Atemorgane sich nicht schützen könnten, wären unsere feinen Bronchien und Alveolen schnell verstopft.
Deshalb gibt es ein leistungsfähiges Reinigungssystem, mit dem sich die Atemorgane unter einigermaßen normalen Umständen selbst perfekt "clean" halten. Es besteht aus 3 Hauptkomponenten: Schleim (Mukus) produzierenden Drüsen, einem Meer von Flimmerhärchen (Zilien) und dem Hustenreflex. (Bild!)
Durch den feinen, durchsichtigen Schleim der in recht großer Menge ununterbrochen gebildet wird, ist die gesamte (innere) Oberfläche der Atemorgane von einem dünnen Film bedeckt: deshalb eben nennen wir sie Schleimhaut. Wie so etwas aussieht, kann jeder gut an sich selbst beobachten: Stellen Sie sich vor den Spiegel und öffnen Sie den Mund. Nun sehen Sie im Rachen feucht glänzende rosarote Schleimhaut. So ähnlich sehen auch unsere Atemwege innen aus (Bild Bronchoskopie).
In diesem Schleimfilm bleiben zahllose Teilchen - harmlose und gefährliche wie z.B. Krankheitserreger - hängen. Der Schleimfilm liegt nun nicht direkt auf der Haut sondern auf dem "Rasen" der Flimmerhärchen. Diese schlagen unaufhörlich von peripher in Richtung auf die großen Bronchien und die Luftröhre hin - also von innen nach außen. So schwimmt der Schleimfilm gleich einem Förderband in Richtung Eingangspforte. Wenn er im Kehlkopfbereich ankommt, müssen Sie sich räuspern oder leicht husten - und weg ist der Umweltmüll: entweder nach außen abgehustet oder mit dem Schleim in den Magen verschluckt, wo alles von der aggressiven Salzsäure gleich zerstört wird. So einfach ist das!
Größere Teilchen werden dagegen abgehustet: Sie reizen so stark, dass der Link oeffnet ein PopUp-Fensterphysiologische Hustenreflex aktiviert wird. Mit hoher Geschwindigkeit jagt ein Luftstoß durch das Röhrensystem, der Störenfried wird gewaltsam entfernt. Sie kennen das beispielsweise beim "Verschlucken" - das aus Versehen eingedrungene Teil wird durch zwanghaften, d.h. kaum unterdrückbaren Husten möglichst schnell beseitigt.

Wir wollen nun die kurze Betrachtung der normalen Funktionen unserer Atmung und des Aufbaues der Atmungsorgane beenden und uns den Erkrankungen der Atmungsorgane, insbesondere der Atewege zuwenden.

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Letzte Aktualisierung 21.11.2010 … | … Autor der Seite © Dr. med. Michael Prittwitz