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Auf dieser Seite können Sie sich einen Überblick über die wichtigsten chronischen Erkrankungen der Atemwege informieren.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 10.11.2007

Luft ist Leben

… so kann man das Motto dieser Webseite bezeichnen - und so heisst auch der von uns für Sie geschriebene Patientenratgeber. Ohne Luft - und das heisst vor allem ohne Sauerstoff - geht auf dieser Erde garnichts. Luft und Wasser, das sind die beiden Elemente des Lebens, die all das, was uns Tag für Tag umgibt, was wir selbst sind, was wir anfangen, erst möglich machen. Wir wissen nicht ob es irgendwo anders im All noch Leben gibt, deswegen ist die Erde für uns einmalig - und die Luft ist ein wichtiger Faktor, wenn nicht der wichtigste Faktor.

Man kann nicht alleine von "Luft und Liebe" leben - aber ganz sicher können wir nicht ohne Luft leben - und sicherlich auch nicht ohne Liebe - aber das ist ein anderes Kapitel. Ohne Sauerstoff hält es ein tierisches Lebenwesen (zu denen ja auch der Mensch zählt) nur wenige Minuten aus, dann beginnt der Organismus zu sterben. Wir sind auf eine ununterbrochen funktionierende Atmung angewiesen um uns den wertvollen Sauerstoff in jedem Moment, im Wachen und im Schlaf aus der uns umgebenden Luft heraus zu filtern. Wir sind auf einen funktionierenden Kreislauf angewiesen, der diesen Sauerstoff im Körper verteilt und die Abfallprodukte der Sauerstoffverbrennung wieder abtransportiert - wieder in Richtung Lunge, die die Entsorgung übernimmt.
Sauerstoff - chemisch bekanntlich O2 - ist notwendig zur Verbrennung der Brennstoffe: Kohlenhydrate, Fett und Eiweiss. Sie alle kennen sicherlich das bekannte Beispiel: Stülpen Sie ein Glas über eine brennende Kerze, dann wird die Kerze bald verlöschen, da der Sauerstoff in dem kleinen Raum schnell verbraucht ist. Ähnlich ergeht es unseren Zellen, wenn sie Sauerstoffmangel erleiden …

Sauerstoff wird beim Atmungsvorgang nur zu einem Teil aus der Atemluft entfernt, von etwa 21% auf 17% sinkt der Anteil - ausreichend um einem Erstickenden noch Atemspende zu geben. Beim Verbrennungsvorgang in den Körperzellen entsteht Kohlendioxid (CO2) - nicht zu verwechseln mit dem hochgiftigen CO: Kohlenmonoxid. CO2 wird mit dem Blut wieder in die Lunge zurückgebracht und im Austausch gegen Sauerstoff wieder abgeatmet.
Theoretisch müsste unsere Atmosphäre immer reicher an Kohlendioxid und immer ärmer an Sauerstoff werden - wenn es nicht die Pflanzenwelt gäbe: Sie atmet CO2 ein und setzt dafür wieder O2 in unsere Atemluft frei, ein ewiger Kreislauf - solange eine der beiden Gruppen von Erdenbewohnern nicht ausgerottet wird!

Der Sauerstoffgehalt der Atemluft hängt übrigens weniger davon ab, ob diese sauberer und reiner ist als von der Meereshöhe. In der herrlich reinen und klaren Bergluft eines hohen Gipfels ist weniger Sauerstoff enthalten als im abgasgeschwängerten Dampf einer Großstadtkreuzung! Wir empfinden nur die staubige, stinkende Luft als sauerstoffarm und - sicherlich richtig! - als ungesund, aber das liegt an anderen Faktoren als am Sauerstoffmangel. Wir erleben auch Sauerstoffmangel nicht so sehr als Atemnot sondern als Müdigkeit, Unwohlsein, Schlappheit. Deswegen ist eine Sauerstoffbehandlung "nach Bedarf" auch problematisch - aber darüber später mehr.

Technisch wird der Vorgang des Gasaustausches - O2 gegen CO2 - durch unsere Atmunsorgane bewältigt, Atemwege und Lungen. Weiter … >

Letzte Aktualisierung 21.11.2010 … | … Autor der Seite © Dr. med. Michael Prittwitz