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Atemtherapie
 

Dies ist eine Behandlungsform, die in den letzten 20 Jahren als Spezialgebiet der Krankengymnastik entwickelt worden ist und sich in dieser Zeit als wichtige unterstützende Maßnahme und große Hilfe für eine bessere Lebensqualität erwiesen hat.

Verwechseln Sie aber bitte nicht diese Form der Atemtherapie mit den immer wieder anzutreffenden meditativen, oft esoterischen Bezeichnungen "Atemtherapie". Diese mögen durchaus ihre auch Berechtigung haben, sie zielen aber auf eine andere Bewusstseinsebene.

Nicht unbedingt schlechter, aber eben anders…

 


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.01.2009

Physiotherapeutische Atemtherapie

Eine sehr spezielle Behandlungsform, die sich nur mit Hilfe einer Krankengymnastin, eines Physiotherapeuten wirklich erlernen lässt. Zu viel kann man falsch machen, zu sehr kommt es auf Feinheiten an. Dann aber kann die Atemtherapie (die man nicht mit verschiedenen esoterischen Angeboten verwechseln darf) aber eine große Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung chronischer Atemwegserkrankungen sein.

Erlernen kann man diese wertvollen Techniken besonders gut in Atemtherapiegruppen, die von verschiedenen Selbsthilfegruppen und Lungenärzten angeboten werden. Man sieht und erlebt, dass andere ähnliche oder sogar die gleichen Probleme haben, man kann sich manches bei anderen abschauen, und es macht einfach mehr Spaß. Auch das scheint uns ein wichtiger Punkt zu sein. Wenn es Spaß macht, lernt man leichter, zumindest aber vergnüglicher – und vielleicht sollte das Vergnügen trotz des ernsten Themas auch nicht zu kurz kommen.

Eine gute Gelegenheit, diese Techniken zu erlernen, ist die Durchführung einer Reha-Behandlung. In den speziellen pneumologischen Kliniken gibt es kompetente Physiotherapeuten, unter deren Anleitung Sie diese Dinge lernen und üben können.
Aber auch in Atemtherapiegruppen gibt es solche Möglichkeiten. Und hier müssen Sie nicht von zuhause weg, können weiter in Ihre Arbeit gehen und bei Ihrer Familie bleiben - nicht zu unterschätzende Vorteile.

Wir können Ihnen hier leider kein "Kochbuch" zum Selbststudium anbieten, dazu ist die Materie einfach zu kompliziert. Aber wir wollen Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten dieser wichtigen Behandlungsform geben.

Was kann man im Einzelnen von diesen Maßnahmen erwarten?

Selbsthilfetechniken bei Atemnot

Ganz wichtig! So notwendig Medikamente bei Atemnot auch sind), man kann große Erleichterung und Hilfe durch entsprechende Selbsthilfetechniken erfahren. Die Beherrschung dieser Techniken macht Sie auch unabhängiger vom Arzt, besonders, wenn Sie auch Ihren Partner mitlernen lassen, der ihnen dann in einer schwierigen Lage vielleicht behilflich sein kann.

Dosierte Lippenbremse

Eine wichtige, vielleicht sogar die wichtigste Selbsthilfetechnik. Damit können Sie ohne Kosten, ohne jeden Aufwand, ohne Abhängigkeit von anderen sich selbst rasch Linderung der Atemnot verschaffen oder diese sogar von vorneherein verhindern oder vermindern.  [mehr…]

Atemerleichternde Körperstellungen

Wenn die beiden genannten Maßnahmen ein „Muss“ sind, so kommt jetzt die „Kür“: Je nach Situation können Sie sie unterstützen durch sog. atemerleichternde Körperstellungen.  [mehr…]

Die Zwerchfell- oder Bauchatmung

Grundlage all dieser Maßnahmen ist die Bauchatmung: Nur wenn Sie diese beherrschen, bringen die beschriebenen Techniken den gewünschten Erfolg. Deswegen gilt auch hier wieder: lernen Sie, üben Sie, üben Sie nochmals, damit es im Ernstfall klappt.  [mehr…]

Partnerhilfen

Es gibt Partnerhilfen, bei denen dieser bei der Einatmung unter dem Rippenbogen eine Hautfalte ergreift und leichten Zug ausübt oder bei der Ausatmung von hinten nach vorne mit den Händen unter sanftem Druck an den Rippen entlang streicht.
Neben den günstigen Auswirkungen auf die Atmung kann auch die spürbare Anwesenheit eines anderen beruhigend wirken. Das muss allerdings jeder mit sich und seinem Partner ausmachen, denn manche werden durch die Anwesenheit eines vielleicht sehr ängstlichen Mitmenschen eher nervös.

Abhusten zähen Auswurfes

Häufig ist es so, dass zäher Schleim in den Atemwegen festsitzt und sich einfach nicht abhusten lässt. Nicht selten löst so eine Situation dann auch noch zunehmende Atemnot aus - ein echter Teufelskreis. Auch hier kann man mit „sanften“ nichtmedikamentösen Maßnahmen Erleichterung schaffen - abgesehen von der Einnahme schleimlösender Medikamente.  [mehr…]

Techniken zur Bronchialreinigung

Es gibt eine ganze Anzahl von Maßnahmen, mit denen man sich das leidige Problem „festsitzender Schleim“ erheblich erleichtern kann. Wie man die einzelnen Punkte am besten für sich nutzen kann und sie am besten kombiniert, muss in jedem Einzelfall ausgetestet werden. Hier können nur Hinweise gegeben werden.  [mehr…]

Hustendisziplin

Ein Punkt, der eine ganz entscheidende Bedeutung bei der nichtmedikamentösen Behandlung der Atemwegskrankheiten hat, ist die Hustendisziplin. Hierfür müssen Sie eine spezielle Hustentechnik erlernen. Nun werden Sie vielleicht etwas staunen und meinen: ”Husten kann ich nun doch wirklich!”
Aber es ist tatsächlich so, dass man sich mit einer guten Hustentechnik vieles erleichtern - und vielleicht sogar manchen Krankenhausaufenthalt ersparen kann! Denn oft wird erst aus einem Hustenanfall eine schwere Atemnot. [mehr…]


Letzte Aktualisierung 21.11.2010 … | … Autor der Seite © Dr. med. Michael Prittwitz