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Weitere Medikamente,
 

die bei COPD sinnvollerweise eingesetzt werden können.


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.12.2008

Sonstige Medikamente

Mukolytika/Sekretolytika/Schleimlöser

Das sind pflanzliche oder chemisch erzeugte Stoffe, die nichts anderes tun, als den oft zähen Schleim flüssiger und damit besser abhustbar zu machen.
Sie sind fast alle als eher "leichte" Medikamente einzustufen und haben keine (oder zumindest keine ernsten) Nebenwirkungen (Unverträglichkeitsreaktionen wie Blähungen, Durchfall oder Juckreiz kann es auch beim "harmlosesten" und "natürlichsten" Medikament geben!).

Eines sollten Sie aber bedenken: Sinnvoll sind sie natürlich nur, wenn tatsächlich auch Schleim vorhanden ist! Vor allem, wenn dieser zäh oder klumpig und schlecht abhustbar ist, können diese Mittel eine wirkliche Erleichterung darstellen.
Hat Ihr Husten aber andere Gründe, z.B. eine trockene Entzündung, dann kann diese Art Medikamente natürlich nicht viel bewirken

Eine gute Hilfe bei zähem Schleim ist auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr - also: Genügend trinken!
Auch die verschiedensten Inhalationslösungen können sich günstig auswirken - aber Vorsicht, stark ätherische Substanzen können reizen und damit Husten nach sich ziehen! Die beste Inhalationslösung ist Kochsalzlösung (NaCl): Die beliebten Meerwasser- oder Soleinhalationen beruhen beispielsweise auf diesem Prinzip! Aber auch alle pharmakologischen Inhalationslösungen enthalten NaCl.
Neben verschiedenen pflanzlichen Wirkstoffen gibt es im wesentlichen zwei gut verträgliche und gut wirksame Stoffe:

Die Wirkungsweise ist etwas unterschiedlich, in beiden Fällen jedoch gut und wiederholt nachgewiesen. Acetylcystein gibt es (von den verschiedensten Herstellern) meist als Brausetabletten, es kann auch inhaliert werden, Ambroxol nimmt man am sinnvollsten als Retardtablette zu sich.

Antibiotika

Ganz anders sieht es bei den Antibiotika aus! Hierbei handelt es sich um stark wirksame Chemotherapeutika, die grundsätzlich nur in Absprache mit dem Arzt angewendet werden sollten.
Das älteste und immer noch bekannteste Antibiotikum ist das Penicillin. Daneben wurden in den vergangenen Jahrzehnten jedoch eine Vielzahl an gut wirksamen Stoffen entdeckt oder entwickelt. Viele von ihnen sind ursprünglich Naturstoffe, werden aber aus verschiedenen Gründen im Labor hergestellt.

Für den Einsatz von Antibiotika gibt es einige Regeln, die auch der Patient wissen sollte:

Prolastin

Eine Besonderheit stellt das Prolastin® dar: Es handelt sich um den Versuch den Krankheitsfortschritt durch Ersatz des ursächlich fehlenden Enzyms ( Alpha-1-Proteaseninhibitor) im Blut zu stoppen. Die Ergebnisse der seit einigen Jahren laufenden Studien sind hoffnungsvoll.
Natürlich ist auch damit keine Heilung des Leidens zu erreichen, aber es könnte bei lebenslanger Substitution ein Stillstand erreicht werden - und das wäre schon viel!
Wer sich speziell für dieses Thema interessiert, kann hier weitere Informationen erhalten.

Weitere Medikamente

Es gibt dann natürlich noch eine größere Anzahl an Medikamenten, die im weiteren Zusammenhang mit der Atemwegserkrankung nützlich und hilfreich sein können:

Der nächste wichtige Punkt ist die Frage nach dem Einsatz von Sauerstoff. Damit befasst sich das nächste Kapitel …>

Letzte Aktualisierung 21.11.2010 … | … Autor der Seite © Dr. med. Michael Prittwitz