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Medizinisches Wörterbuch
 

Hier finden Sie Erkläreungen zu Fachwörtern, die Sie schon immmer wissen wollten ;-)


Letzte Aktualisierung dieser Seite: 20.12.2008

Buchstabe A - D

A
 
 
Alpha-1-Proteasen-Inhibitor-Mangelemphysem
(Alpha-1-PI-Mangelemphysem, früher Alpha-1-Antitrypsin-Mangel-Emphysem)
Eine Form des Lungenemphysems, das in diesem Fall durch den angeborenen Mangel eines Enzyms verursacht ist. Diese Emphysemform tritt in einem aussergewöhnlich frühen Lebensalter auf. Ausführliche Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie auf der Seite zum A1-PI-Mangelemphysem.
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Das sog. Altersemphysem
Das (sog.) Altersemphysem ist im strengen Sinn kein Emphysem, Es ist auch keine Krankheit! Durch Alterungsvorgänge wird auch das Lungengewebe schlaffer, dies führt zu einem emphysemähnlichen Zustand. Die Folge ist die schlechtere - aber nicht krankhafte! - körperliche Belastbarkeit des älteren Menschen.
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Alveole
Alveole ist der (lat.) Fachausdruck für das einzelne Lungenbläschen.
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Asthma (bronchiale)
Chronische Atemwegserkrankung die durch anfallsartig auftretende Luftnot - bei bestimmten Atemreizen oder auch völlig spontan - gekennzeichnet ist. Eine wichtige Aufgabe des Lungenarztes ist es, bei einer neu aufgetretenen Atemerkrankung zwischen Asthma, chronischer Bronchitis und (Lungen-)Emphysem zu unterscheiden.
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Atemwegswiderstand
Bei Vorgang des Atmens muss in den Atemwegen ein gewisser Widerstand überwunden werden: Je weiter die Bronchien offen sind, um so geringer ist dieser Widerstand; je enger, desto größer ist dagegen dieser Widerstand und damit auch die f¨r die Atmung benötigte Kraft. Der Atemwegswiderstand (technisch "RAW" ist deshalb ein sehr wichtiger Wert für die Beurteilung der Atemsituation.
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Auskultation
Das Abhören der Atemgeräusche und ggf. Atemnebengeräusche mit einem Stethoskop.
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B
 
 
Betasympathikomimetika
s. unter Sympathikomimetika
 
Biopsie
Die Biopsie ist allgemein eine Gewebeentnahme. Beim Emphysem wird sie entweder bei einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) oder auch durch eine lange Nadel durch den Brustkorb entnommen (sogenannte Lungenbiopsie). Dabei werden kleine Partikel gewonnen, die im Labor mikroskopisch, chemisch, bakteriell und immunologisch auf krankhafte Veränderungen untersucht werden können.
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Bulla
Bullae sind mehr oder weniger große Blasen im Lungengewebe, die natürlich keinerlei Funktion mehr haben. Sie können aber reißen (" Pneu ") oder - wenn sie sehr groß sind - gesundes Lungengewebe verdrängen und damit zu Beschwerden führen. Dann operiert man sie im Allgemeinen (Bullektomie).
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C
 
 
COPD
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung ( Chronic Obstructive Pulmonary Disease): Ein neuerer Ausdruck, der die "Krankheitseinheit" Chronisch obstruktive Bronchitis plus Emphysem meint (diese Erkrankungen kommen ja häufig gemeinsam vor).
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Chronisch-obstruktive Bronchitis (COB)
Chronische Bronchitis (CB), die mit Belastungsatemnot einhergeht, also in der Regel die fortgeschrittene und bedrohlichere Form der CB.
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Cor Pulmonale
In späten Stadien der COPD kann drch die ständige Überlastungdas Herz soweit geschädigt sein, dass eine ernsthafte Herzschwäche besteht. Das nennt man dann Cor Pulmonale. Die beste Vorbeugung ist eine optimale Behandlung der COPD. Wenn es aber doch dazu kommt, muss man wie bei einer Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz) aus anderer Ursache behandeln.
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Cortison
Ein lebenswichtiges Hormon! In vielen Bereichen unseres Organismus wird Cortison dringend benötigt. Fehlt es, kann es schnell zu einem lebensbedrohlichen Zustand kommen.
Seine Vielseitigkeit und Wichtigkeit begründet, warum dieser Stoff - als Medikament eingesetzt - nicht unproblematisch ist. Einzelheiten finden sich im Abschnitt über entzündungshemmende Medikamente.
Cortison wird in der Nebennierenrinde hergestellt, durch Einnahme des Hormons als Medikament können hier Probleme entstehen (s. Nebenniereninsuffizienz).
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Cushing-Schwelle
... darunter versteht (besser verstand) man eine Dosis an Cortison, die auch bei längerer Einnahmedauer keine oder nur minimale Nebenwirkungen nach sich zieht. Heute wissen wir, dass Cortison immer unerwünschte Wirkungen hat: je niedriger die Dosis, desto weniger Nebenwirkungen und umgekehrt. Außerdem spielen auch individuelle Faktoren eine Rolle. In der Praxis ist eine Dosis von 5 - 10 mg allerdings akzeptabel, wenn damit schlimmere gesundheitliche Probleme durch die Erkrankung vermieden werden können. Das "Vollbild" der Cortison-Nebenwirkungen wird als Cushing-Syndrom bezeichnet: Rundes Gesicht ("Vollmondgesicht"), dünne Arme und Beine, papierartige Haut, die leicht einreißt und blutet, Wasser in den Beinen (Ödeme)
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Cyanose
Beim fortgeschrittenen oder schweren Lungenemphysem wird der Sauerstoffgehalt des Blutes oft so niedrig, dass man z.B. an den Lippen oder den Fingernägeln des Kranken eine Blauverfärbung sehen kann. Im schwersten Stadium wirkt der ganze Mensch fahl blau-grau.
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D
 
 
Diffusion
Physkalisch streng wird der Sauerstoff nicht aus dem Lungenbläschen (-> Alveole) in das Blut gefiltert, sondern gelangt durch Diffusion dahin. Der Unterschied liegt darin, dass beim Vorgang des Filterns der Druck, der notwendig ist, um die Bewegung zu erzeugen, durch die Schwerkraft erzeugt wird (denken Sie an den Kaffeefilter).
Bei der Diffusion dagegen entsteht der Druck durch einen Konzentrationsunterschied. Stellen Sie sich z.B. zwei Kammern vor, eine gefüllt mit reinem Wasser, die andere mit einer konzentrierten Kochsalzlösung, dazwischen eine halbdurchlässige Wand, z.B. eine entsprechende Membran oder eine Tonwand:diese ist durchlässig für Wasser aber nicht für Salz.
Der Kochsalzgehalt in beiden Kammern wird sich nun in einem gewissen Zeitraum angleichen, weil solange Wasser durch die Membran in die konzentrierte Lösung hinüber wandert, bis die Salzkonzentration auf beiden Seiten gleich ist: die sog. Osmose.
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Diffusionskapazität
Ebenfalls ein wichtiger Begriff aus der Lungenfunktion: Er sagt aus, wie gut Sauerstoff aus der Alveole in das Blut "gefiltert" wird ( Diffusion ). Man kann das in "%" ausdrücken: 100-80% sind normal, bei 50% gelangt nur noch ziemlich wenig Sauerstoff ins Blut: Eine Behandlung mit O 2ist dringend erforderlich (medizinisch: indiziert )
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Letzte Aktualisierung 21.11.2010 … | … Autor der Seite © Dr. med. Michael Prittwitz